Ahimsa

Im Yogastudio ahimsa in München Schwabing wird in der Traditionslinie Sri T.Krishnamacharya, T.K.V. Desikachar und R.Sriram unterrichtet. Im Gruppenunterricht, in der Yogalehrer-Ausbildung und im individuell angepassten Einzelunterricht wird diese Linie fortgeführt.

Die Yogalehrer-Ausbildung richtet sich außerdem nach den Richtlinien des BDY/EYU. Der Unterricht findet in Kleingruppen statt und umfasst, asana pranayama, meditation, rezitation aus den Veden und Upanishaden sowie die Philosophie. Yogasutra, Bhagavadgita, Hathayogapradipika, Yogarahasya etc.

Ahimsa heißt Nicht-Gewalt: Ich wähle den gewaltlosen Weg, ich lasse mich nicht auf Gewalt ein.
Ahimsa ist das oberste der fünf yamas und ihm ordnen sich die folgenden yamas, wie satya, asteya, brahmacarya und aparigraha, unter. 
Oft denken wir zuerst an die "all"-tägliche Gewalt, wie wir sie durch die Medien verfolgen können. Mord, Totschlag, Umweltvergehen, Krieg, Vergewaltigung, Misshandlung,... .Unsere Reaktion: Wir distanzieren uns davon.
 Doch findet Gewalt auch direkt „vor unserer Haustür“ statt. Deshalb sollten wir bei uns selbst und unserem Umfeld beginnen. Mit Hilfe des Yoga Trainings beobachten wir uns im Alltag.
 Folgende Fragen helfen uns dabei, eventuell etwas klarer zu sehen, wie wir ahimsa begegnen können.

  • Habe ich heute jemanden nicht beachtet, ignoriert oder sogar arrogant behandelt?
  • Wurde durch meine Taten, Worte oder Gedanken jemand verletzt, wütend oder gekränkt?
  • Habe ich bei meiner Arbeit im oder um das Haus herum auch Kleinstlebewesen beachtet?

Ahimsa heißt aber nicht nur Vermeidung von Gewalt. Dadurch, dass ich mich gegen Gewalt entschieden habe, besitze ich nicht das Recht, sie zu ignorieren und gewähren zu lassen. Die Verantwortung im Sinne von ahimsa zu handeln, geht viel weiter. In der Geschichte finden sich viele Beispiele - im Positiven wie im Negativen. Wie sieht nun ahimsa in Bezug zu mir selbst aus?
 Solange ich mir selbst nicht gewaltfrei begegnen kann, wie soll ich es dann meinem Mitmenschen gegenüber können?

  • Überfordere ich mich?
  • Bin ich zu streng mit mir?
  • Darf ich auch mal krank sein?
  • Darf ich auch mal etwas nicht können?
  • Besteht mein Essen aus Nahrung oder stille ich nur meinen Hunger?
  • Mißachte ich meinen Körper durch die Einnahme von Drogen, Alkohol oder durch Rauchen?
  • Habe ich mich gern?

 

Es ist wichtig, darauf zu achten, dass es uns gut geht. Erst dann sind wir in der Lage, uns anderen rücksichtsvoll, achtsam, fürsorglich und gewaltfrei zuzuwenden. 
Erst dann können wir anderen unsere Unterstützung anbieten.
 Am besten können wir ahimsa und die anderen yamas in unser Leben integrieren, wenn wir uns selbst beobachten, unsere Handlungen und Gefühle reflektieren und über einen längeren Zeitraum immer genauer hinschauen.
 Wir sollten aber unbedingt daran denken, dass jeder entdeckte "Fehler" ein Schritt nach vorne ist, um es künftig besser machen zu können.